Subscribe to
Posts
Comments

Gerade noch rechtzeitig
habe ich den Stein
der mich zu erdrücken drohte
von meiner Seele gewälzt.

Und plötzlich spüre ich
wie Leben in meinen
ausgelaugten Körper
zurückkehrt.

Ich habe daraus gelernt,
daß früher besser ist als zu spät
und daß andere Väter auch
schöne Töchter haben.

Gerade noch rechtzeitig.

So oder so

blüht der Baum, dessen
zahme Schlange
den Wanderer schreckt.

so oder so

stehen Tür und Tor offen
und kein Weg führt vorbei
an dem wärmenden Feuer.

so oder so

Kein Abschied

Die Tür,
die uns immer verbunden hat,
ist zugefallen.
Durch einen schmalen Spalt
reichen wir uns die Hände
und brechen auf um
neue Räume zu entdecken…

Laue Luftzüge
verwirbeln die Wärme
der vertrauten Geborgenheit,
noch oft wollen wir beide
zurückkehren,
um uns aufzuwärmen.

Vielleicht fangen wir
eines Tages an
neu einzuheizen.

Der Wanderer

Es ist Freitag Abend!
Ich zog ziellos durch die Straßen. Der Wille trieb mich zu nichts, außer dazu diese Worte zu schreiben.
Doch wozu? Ich fahre, es ist Nacht, Nacht!
Ich fahre und suche ein Heim mein Haupt in Ruhe und Wärme zu betten.
Da kann ich nicht sein und dort soll ich nicht hin.
Es bleibt die Erfahrung der Jahre in vielen Tränen.
Dem Licht in mir zugewendet, dem Heim aller Seelen.
Oft traue ich mich nicht mehr den Menschen von dieser “Welt” zu erzählen,
die ihnen gar zu fremd ist. Die sie verspotten, belachen …
Ja die sie im Glauben eigentlich sehen könnten, doch keine Augen mehr dafür haben.
Eine Fliege ist mein Gast – ein hübsches kleines Geschöpf!
Sie krabbelt auf meinem Taschentuch spazieren.
Sie waren immer da, die Tiere; jeder verstandt den andern ohne Worte, auch sonst alles in der Natur.
Die Rosen vor meinem Fenster sprechen zu mir; geh ich des Weges, ist dort ein Baum, der mich
zurückruft, so ich zu eilig gegangen bin.
Wir lehnen uns aneinander und geben uns; so einfach!
Die Osterglocken auf dem Tisch vor mir leuchten mich an, trotz abgeschnittenem Stengel!
Dies ist für sie kein Leid, spenden sie doch ihr ganzes Wesen gerne, um danach vielleicht achtlos
weggeworfen zu werden.

So, wie vieles in der Welt der Menschen oft Achtlosigkeit statt Selbstlosigkeit ist.
„ Mein Wille geschähe, nicht deiner. Trag deine Last gefälligst selbst, und laß meine zufrieden.
Liebet Euch selbst, so wie es Euch nicht gesagt wurde.“
Werdet noch materieller, egoistischer, selbstsüchtiger, …
Manchmal komme ich mir mit meiner Bibel so lächerlich vor – überflüssig!
Diese Welt scheint keine Weisheit mehr zu brauchen.
Die andere „Welt “aber, von der ich sprach, die um das Ringen der Kräfte weiß;
bittet und fleht um jedes gute Wort!
Es ist immer noch Nacht, Nacht!
Die Fliege hat sich zum Schlafen geflogen.
Die eine Einsamkeit tauschen mit etwas anderem, zu hoffen, jemandem sich verständlich zu machen,
über dieses Fühlen, Denken und Wollen, was man hier nicht, noch nicht, nicht mehr leben zu können
scheint. Wieder fragen zu dürfen, ohne Angst Genervtheit zu erfahren :
„Wie geht es Dir, was denkst Du, tust Du, hast Du vor “?
Wieder hören zu können : „Sage mir von Dir, weil es mich interessiert.“
Dieses sagen und fragen Viele, doch interessiert es uns wirklich?
Oh, was bist du dir wichtig Mensch!

Am Morgen danach

Es war schön Euch zu sehen,
Euch
zusammen
zu sehen,
mit stetem Lächeln und
lichtem Blick
habt Ihr uns begleitet
zur Tür.

Habt Dank für alles!

Jetzt liegen wir da,
im Bette
und ich fühle mich
wie ein Baby
erschöpft nach der Geburt
nach einer langen Reise
in einem neuen lichten Raum.

Frisch angekommen.

Erkenntnis

Gerade eben
beim Durchblättern
eines leeren Notizblockes
hatte ich das
Gefühl
meine Vergangenheit
in Händen
zu halten.

BSE

gedankenlos

gedankenlos
in deiner wärme und
mit geschlossenen augen
küsse ich dich
in gedanken

Für Sabine

Ich habe so eine
Angst,
daß Du Dir
ein Bild
zeichnen läßt
von mir
von anderen
anstatt mich zu zeichnen,
wie Du mich
fühlst.