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Ein Verdacht

Ich habe leise den Verdacht,
du willst dich von mir trennen.
Du hast dich aus dem Staub gemacht.
Bist nicht mehr zu erkennen.

Du pfeifst auf unsre Zweisamkeit
und schmiedest neue Pläne.
Das tut mir ganz entsetzlich Leid.
Ich weine eine Träne.

Vielleicht kommst du zu mir zurück.
Ich würde es begrüßen.
Denn du warst doch mein bestes Stück.
Nun muss ich dafür büßen.

Du bist schon eine Weile fort.
Ich fühle mich beschissen.
Kein Servus und kein Abschiedswort.
Ich werde dich vermissen.

Roman Herberth

Es geht nicht weiter

Du denkst vielleicht, es geht nicht weiter
und steckst den Kopf in Wüstensand.
Ein Hoffnungsschimmer ist dir leider
in dieser Lage nicht bekannt.

Verflossen sind die guten Tage.
Denn Glück, das ist Vergangenheit.
Dein Leben wird zu einer Plage.
Das tut dir in der Seele leid.

Du würdest gern den Ausweg wählen,
du schreist nach Hilfe, siehst nicht klar.
Auf die Vernunft kannst du nicht zählen.
Die Zukunft, nicht vorhersehbar.

Die Hoffnung ist schon lang gekentert.
Vor allem fehlt dir die Geduld,
dass sich dein Schicksal letztlich ändert.
Den anderen gibst du die Schuld.

Dein Denken wird sich bald entwirren,
dann kommt das Glück erneut vorbei.
Es lässt sich nicht von dir beirren.
Vergessen ist dein Hilfeschrei.

Roman Herberth

Der Pfau

Der Pfau ist eine linke Socke.
Er schlägt ein Rad – das tut man nicht.
Am Fahrrad bimmelt eine Glocke
und überführt den Bösewicht.

“Ich bin perplex bis zu den Zehen.
Die Federn stellten sich auf stur.
Sie wollten nicht aufs Ganze gehen.
Verheddert hat sich die Natur.”

Wer könnte diesen Pfau belehren?
Er ist verkommen – in der Tat.
Man kann sich über ihn beschweren.
Er plustert sich und schlägt ein Rad.

Roman Herberth

Knapp bei Kasse

Heute bin ich knapp bei Kasse.
Ebbe herrscht im Portemonnaie.
Kaufen, das ist mangels Masse
für die nächste Zeit passée.

Discos laden ein zur Bleibe.
Wünsche werden nicht erfüllt.
Kleines Bier in einer Kneipe.
Nur die Sehnsucht wird gestillt.

Denn sie kostet keinen Heller,
keinen Batzen und kein Geld.
Doch ein Schnitzel auf dem Teller
wird am besten nicht bestellt.

Leider bin ich knapp bei Kasse.
Meine Bank ist noch spendit.
Und sie pumpt mir – das ist klasse
einen kleinen Barkredit.

Später muss ich dafür büßen.
(Das ist kein geschenktes Pferd!)
Zinseszinsen lassen grüßen.
Und sie sind nicht liebenswert.

Roman Herberth

Der Vogel Strauß

So vieles wäre noch zu klären.
Jedoch was macht der Vogel Strauß?
Anstatt sich seiner Haut zu wehren,
vergräbt er sich und klinkt sich aus.

Den Kopf steckt er in warmen Sand.
Und zeigt dem Feind sein Hinterteil.
Und dafür ist er weltbekannt.
Die Gründe nämlich, die sind weil:

Wer selbst nichts sieht, bleibt ungesehen.
Das denkt er sich und gräbt sich ein.
Die Logik kann ich zwar verstehen.
Doch das wird sein Verhängnis sein.

Er schließt die Augen bei Gefahr.
Ich möchte eins zu tausend wetten.
Er blickt nicht durch und sieht nicht klar.
Wahrscheinlich ist er nicht zu retten.

Der Vogel Strauß beweist Geschick.
Und manche prüfen sein Verhalten.
(Verwendbar in der Politik)
bei den dort herrschenden Gestalten.

Das Tal verlassen

Der Winter hat das Tal verlassen.
Er zieht sich auf den Berg zurück.
Und was geschieht, ist nicht zu fassen.
Man kostet gern vom neuen Glück.

Den dicken Schal kann man vergessen.
Er wandert in den Kleiderschrank.
Die Sonne wärmt und währenddessen
reicht uns der Lenz den Zaubertrank.

Die Blumen tanzen auf den Wiesen
Sie haben unsre Sympathie.
Die Tage dürfen wir genießen
in farbenfroher Harmonie.

Die Palme füttert ihre Kätzchen.
Und Bienen summen um den Baum.
Und man spaziert mit seinem Schätzchen.
Das warme Wetter ist ein Traum.

Entmachtet ist der lange Winter.
Die Vogelwelt besingt die Zeit.
Vereinzelt gähnen Menschenkinder.
Der Grund: die Frühjahrsmüdigkeit.

Roman Herberth

Der graue Alltag

Der Alltag hat dich eingefangen.
Du schrubbst den Boden, putzt den Herd.
Die Jugendzeit ist eingegangen.
Du bist noch immer liebenswert.

Die Falten konnten sich entfalten.
Du nimmst es hin und auch in Kauf.
Die Liebe aber blieb beim Alten.
Du regst dich manchmal künstlich auf.

Vergessen sind die großen Pläne.
Der Zukunft wird die Sicht versperrt.
Und heimlich weinst du eine Träne,
wenn trüber Kummer an dir zerrt.

Vom Alltag wirst du eingemauert.
Ein Ausweg wäre dornenreich.
Dein Herz klopft wild, dein Hirn bedauert.
Und deinem Alten ist das gleich.

Roman Herberth

Schöne und Reiche

Wir sind die Schönen und die Reichen.
Die Eltern – weder Hinz noch Kunz.
Man kann sich nicht mit uns vergleichen.
Das Leben stellt für uns die Weichen.
Wir bleiben lieber unter uns.

Wir trinken Sekt in großen Zügen,
und trinken ihn an einer Bar.
Wir schlürfen Austern zum Vergnügen.
Die Armen lassen wir links liegen.
Denn ihnen schmeckt kein Kaviar.

Wir fahren chice Limousinen.
Wir leihen Geld dem Vater Staat.
Weil wir dadurch auch Geld verdienen.
Das brauchen wir für kesse Bienen.
Wir sind geschäftig und auf Draht.

Wir winken mit den großen Scheinen,
sogar bei einem Staatsempfang.
Der arme Schlucker, der wird weinen.
Die ganze Stadt ist auf den Beinen
und fordert unsren Untergang.

Doch daraus wird bestimmt nichts werden.
Der Reichtum fordert seinen Preis.
Der Liebe folgen Herzbeschwerden.
Es trifft mitunter die Verkehrten.
Soweit ich und soviel ich weiß.

Roman Herberth

Die Frau für einen Mann

Du kümmerst dich um jeden Dreck.
Man kann dich nicht ergründen.
Du schielst nach Geld und fremdem Speck.
Ein Mittel heiligt jeden Zweck.
Ich möchte zu dir finden.

Du bist die Frau für einen Mann.
Und jeder kann dich haben.
Du ziehst die Blicke magisch an.
Du öffnest deinen Mund und dann,
sind wir in dir vergraben.

Du zeigst dich stolz und selbstbewusst.
Du wartest auf die Freier.
Du weckst im Mann die Liebeslust.
Wir werfen uns an deine Brust.
Ach hol dich doch der Geier.

Wir stehen dennoch vor dir stramm.
Und pfeifen auf die Kohle.
Du bist der Löwe, wir das Lamm.
Ein Kuss von dir, es bricht der Damm
vom Scheitel bis zur Sohle.

Roman Herberth

Schwindelfrei

Die Liebe nahm ein jähes Ende,
denn du bist nicht mehr Schwindel-frei.
Den Abschiedsbrief, den ich dir sende,
der hat zum Inhalt: Schluss, vorbei.

Ich lasse keinen Einwand gelten.
Ein nocheinmal, das gibt es nicht.
Du sollst dich nicht mehr bei mir melden.
Auch wenn du sagst, dein Herz zerbricht.

Mit mir ist nicht gut Kirschen essen.
Die Scherben werden aufgeräumt.
Und was du denkst, kannst du vergessen.
Ich hoffe, du hast ausgeträumt.

Und sollten wir uns wiedersehen,
dann reiche ich dir nicht die Hand.
Und werde schleunigst weitergehen.
Du raubst mir nämlich den Verstand.

Roman Herberth

Im Fasching

Im Fasching, da misslingt die Stille.
Die Mainzer singen und sie lachen.
Bekanntlich steigt auch die Promille.
Man greift beschwingt zu scharfen Sachen.

Girlanden schmücken einen Tresen.
Der Kappenabend dauert Tage.
Es ist noch nie so schön gewesen.
Das artet aus zum Zechgelage.

Auf allen Straßen herrschen Narren.
Die Straßenbahn, die muss sich fügen.
Stattdessen fahren bunte Karren,
und wie man sieht, es macht Vergnügen.

Konfetti regnet auf das Pflaster.
Und Bonbons rieseln in die Menge.
Man liebt das Schunkeln und das Laster.
Helau, Gewimmel und Gedränge.

Dann wird der Karneval begraben.
Den Kater, den wir gestern hatten,
den werden wir auch morgen haben.
Und er stellt alles in den Schatten.

Roman Herberth

Kinder Reden
Akt 1

Kindergarten, Schule,Ausbildung, Stress. Gute Freunde, Falsche Freunde alte Arbeitskollegen,  Ausbildung und neue Arbeitskollegen neues Deutschland ihr seht es doch selbst, es ist alles kacke.

Mein Ausbildungsleiter hat gemeint wenn ich nicht auf diese Musikschule gehen würde, dürfte ich weiter in seinem Laden arbeiten.
Aber! ”Hat mich nicht interessiert, ich hab ihn gehasst, meinen Ausbildungsleiter.”
-ICH MACH DIE MUSIKSCHULE HAB ICH IHM GESAGT…”Ich mach die Musikschule!!! ”(…”Ich hab nie die Musikschule gemacht”…) Na ja ich hab vielleicht davon geträumt, dass ich auf der Musikschule war, doch im Endeffekt…ne…na ja ihr wisst ja wie auch immer Musikschulen kosten Geld. Und so weiter…

Und Dann steht man da, ohne Arbeit. Man fühlt sich scheisse, und es ist kein Geld im Haus und alle sind gegen einen. Man hat einfach nichts! Und wenn dieser Fall eintritt was macht der intellektuelle MANN von heute doch schon seit je her??richtig! Er sucht sich eine Freundin. Am besten zwei oder drei, kommt drauf an wie stark pervers, veranlagt man ist. Ich mein seien wir ehrlich, in spätestens 2 bis 3 Jahren haben wir sowieso vergessen wie der Name der ersten war. Das ist doch wohl logisch.

Ok das wäre geklärt.

Akt 1b (Ende gesamter Akt 1)

Und wenn das erledigt ist, fängt man an die Gewohnheiten seiner Mitmenschen zu Studieren. Ich weis zum Beispiel, warum die meisten Menschen lügen.Weil sie Angst haben alleine zu sein.Ja wirklich, dass ist doch ganz einfach, nehmen wir mal den wirklich Klassischen Fall: ein Ehemann mittleren Alters hat 2 Kinder und betrügt seine Frau. Mit einer Prostituierten. Wenn nicht irgendwas komisches passiert – kommt die Wahrheit nie ans Licht und sie sind noch heute eine glückliche Familie. Ausser der Hund, der starb an Krebs.
Soviel zu Wahrheit.
Ich meine wer erzählt schon gerne seiner Freundin von Beziehungsängsten? Niemand. Wirklich niemand! Ich würde sogar sagen, in diversen Punkten lügt ein jeder noch so ehrlicher Mensch. Keiner gibt heimliche Eifersucht zu. Auch wenn ich selber nie sagen könnte auf wen oder was ich eigentlich eifersüchtig bin.
-AUF WAS AUCH IMMER ”Eifersucht Syndrom” (Welches übrigens über längere Zeit zum Herzinfarkt führen kann).

Prolog zu Akt  2

im Stadtpark wohnen

Ich hab einen Schufa Eintrag, ja… okay  vielleicht auch zwei oder drei.Und was machst du wenn du kein Geld und Schulden hast, und noch dazu von zu Hause rausfliegst?? Du suchst dir eine Wohnung, und zwar eine ohne Makler.Denn einen Vermieter kannst du belügen, aber niemals einen Makler übers Ohr hauen.

26.Oktober 2009: Einzug. Kaution: 1260€.  25. November 2009: Anruf vom Vermieter. ” Wann bekomme ich eigentlich meine erste Miete von euch?” Staunen.
Und darauf folgt eine lange Pause. ”Wir haben Ihnen doch 1260€ gegeben, damit muss die erste Miete doch gedeckt sein, dachen wir?” ”Nein.”

”Wie es in Akt 2 weitergeht, kann Ich euch noch nicht sagen, weil ich es selber noch nicht weis. Aber es war interessant den Prolog dafür zu schreiben, weil ich glaube, das dass noch eine sehr spannende Geschichte werden kann. Es wird auf jeden fall eine Fortsetzung geben – am besten sollte die in der Wohnung stattfinden…”
Meint ihr nicht??

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Abschied

Abschied

Manchmal ist so, als ob die Sonne nicht mehr scheinen könnte, das Licht ist erloschen die Hoffnung steigt in das Dunkle, Stille des Nichts. Es bleibt der Schmerz – in jedem Teil in mir – und ich steige hinab in mein Innerstes ihn zu finden und auszulöschen. Ich finde ihn nicht in all den finsteren, kalten Gängen – treppauf treppab von Raum zu Raum. Nichts – nichts was ich zu bekämpfen, zu erschlagen, zu vernichten vermag. Nirgendwo ein bisschen Licht, ein wenig Wärme – die Bilder verrinnen, verschmelzen mit dem kalten Stein auf dem meine Schritte hallen – und das Echo wirft das Schweigen zurück – von weit entfernten Mauern. Regen vom Gewölbe mit glasklar glänzenden Tropfen ohne Farbe, kein Schimmer von Leben – nur Abglanz der kristallinen Leere. Ganz weit unten, dann finde ich ihn – nicht das Gefühl der Ohnmacht, nicht die Albträume des Verlusts, nicht die Angst vor dem alleine Sein – einen Ast, den Ast der einst an einem prachtvollen, ins Unendliche reichenden, kraftvollen, blütenbedecktem Baum bereit war Früchte zu tragen – verkrüppelt, knorrig, eingetrocknet mit toten Blättern, verwelkten, grauen Blüten die einst beginnen wollten die Zukunft zu füllen.
Die letzte Spur.
Zu spät.
Fort.

Wenn der Schmerz geht bleibt das von ihm ausgehöhlte Selbst.

inside you I found a universe
inside me is now a hole as big

Der Ofen ist aus

Der Ofen ist schon lange aus.
Und im Kamin, da brennt kein Feuer.
Ich finde mich im Schneckenhaus.
Die Sehnsucht wünscht sich Abenteuer.

Es fehlt sogar die Wut im Bauch.
Ich höre Kirchturmglocken schlagen.
Und stehe förmlich auf dem Schlauch.
Und muss mich, wie ich bin, ertragen.

Was mir geschieht, das ist kein Traum.
Es fehlen Tränen, um zu weinen.
Die Post geht ab im Nebenraum.
Die Sonne will für mich nicht scheinen.

Gefallen in ein tiefes Loch.
Und das durchkreuzt die Zukunftspläne.
Ich hoffe im Geheimen doch,
Bald zeige ich erneut die Zähne.

Im Hühnerstall

Im Hühnerstall

Wenn der Gockel kräftig kräht,
purzeln Hennen von den Stangen.
Manche denken: Was so spät!
Doch der Tag hat angefangen.

Katzenwäsche in dem Sand.
Aufgeplustert das Gefieder.
Hennen halten nicht den Rand,
Und sie gackern immerwieder.

Eine Blinde sucht ein Korn.
Endlich hat sie eins gefunden.
Und verraucht ist nun ihr Zorn.
Dabei hat sie Glück empfunden.

Nach dem Picken wird es Zeit.
Keine fragt warum, weswegen.
Selbst der Gockel weiß Bescheid.
Auf ins Nest zum Eierlegen.

Aller Anfang, der ist schwer.
Jede hat sich abgerackert.
Freude herrscht dann hinterher.
Und nach Abschluss wird gegackert.

Damit tuen Hennen kund.
- und sie werden Jahrmarktsschreier.
Später halten sie den Mund.
Denn sie wärmen ihre Eier.

Hennen sind im Hühnerhaus.
Alle sitzen auf den Stangen.
Eine knipst die Lichter aus.
Denn die Nacht hat angefangen.

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