Posted in Gedichte on Dezember 7th, 2009 Keine Kommentare »
Abseits von Lärm und Gerede,
sitze ich im Dämmerlicht
des Mondes,
der blutrot über den Dächern steht
und versuche
meine Gedanken,
meine Gefühle
zu ordnen.
Ich möchte
tanzen,
aus mir gehen
und weinen.
Bruchstücke,
die nicht zusammenpassen
liegen vor mir.
Wie halte ich es nur
mit mir
aus?
geschrieben 1987
Posted in Gedichte on November 25th, 2009 Keine Kommentare »
Mehr als Worte habe ich nicht
aber manchmal gelingt es mir
ein paar Nebeltropfen damit Schock zu frosten
wenn ich schnell genug bin
und hart zupacke
kann es sein
dass sich kleine Wortkristalle bilden
die mir knirschend vor die Füße fallen
es erstaunt mich immer wieder
was ich darin so sehe
Liebespaare
die sich küssend ihre eigene Welt erschaffen
müde Lagerarbeiterinnen
die vor rostigen Hallentoren anrauchen gegen [...]
Posted in Gedichte on November 19th, 2009 2 Comments »
Heute,
am späten Nachmittag,
als ich von
rauchigem Geschwätz betrunken
die Wohnung eines Freundes fluchtartig
verlasse,
fühle ich eine erstickende Übelkeit
in mir…
fühle die unbeschreibliche
Oberflächlichkeit,
und frage mich,
wie ich es nur so lange
ausgehalten habe -
zu heucheln, anstatt
mich selbst
zu zeigen.
geschrieben 1986
Posted in Gedichte on November 15th, 2009 Keine Kommentare »
Warum denkst Du an Gestern und redest von Morgen.
Und das Jetzt hast Du vergessen,
für Dich ist nur wichtig was Gestern war und was Morgen kommt.
So geht’s nicht mehr weiter,
wen Du das Jetzt nicht bejahst, verpasst Du alles was jetzt auf Dich wartet.
So kannst Du den Morgen nicht gestalten,
und von Gestern gibts nichts mehr zu [...]