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Gedichte

Regenlied

Regenlied

Der Regen spielt sein Lied
an der Fensterscheibe

Es handelt von
Schmerz,
Trauer
und einer verlorenen Liebe.

Der Regen spielt
sein Lied in der Welt
lässt erklingen
dessen Schönheit
und dessen Schmerz

Der Wind pfeift dazu
das Feuer zischelt leis’
die Erde schlägt den Takt

Lausche ihm,
lausche des Regenslied…

Vergiss mich nicht

Hast du bemerkt wie mein Herz
im Takt deiner Stimme schlägt?

Wie meine Hände zittern
wenn ich dich seh?

Wie mein Atem schneller geht
wenn du mich berührst?

Wie meine Wangen glühn’
wenn du meinen Namen nennst?

Ich mag alles an dir.
Deine Stimme,
dein dunkelblondes Haar,
deine braunen Augen
und dein Lachen
das die Welt zum Leuchten bringt.

Ich habe Angst dich zu verlieren,
Ich habe grosse Angst, [...]

Tageslicht

Wer weiß was Tageslicht bringt?Wer?
Vielleicht gutes,aber wer weiß das schon.
Manchmal frage ich mich:
“Wieso stehst du noch auf?”
Es ist wegen den Menschen,
die mit mir diesen Weg,
der so schwierig scheint + elend lang beschreiten….
Ihr die dort seid,
scheint meist mehr Familie zu sein,
als Mutter,Vater,Bruder + Schwester.
Also was bringt Tageslicht?
Es bringt Liebe + Freude,
ins Herz….in mein Herz.
Das Gedicht [...]

Taub+stumm

Jetzt bist du fort.
Taub und Stumm liegst du da.
Ein Leichentuch für Trauer,Ängste und Tränen.
Für lieben dich vergeht,
in meinem Herzen steht.
Ein kleines Kind stirbt in mir,
quallvoll,
aber wer hört lachen,
ich sehe nur das Bett der Tränen vor mir.
Leere Gefäße,einst voll Trauer,
jetzt taub und stumm.
Wer hilft sehen,
meiner Bürde zu gehen,
so schwer.
jetzt bist du fort,
von jenem Ort,
ein neuer,Eden [...]

Dein Anruf

Wär ich ein Haus, wär der dunkle Keller oben und und die großen lichtdurchfluteten Fenster unten und blind und die Badewanne verkehrt herum und es gäbe keinen Unterschied zwischen Sommer und Winter, eiseskälte und du stellst dein schuldgefühl noch ab, ist es noch nicht unbewohnbar genug?

Kindheit

ausgehöhlte seele,
nur noch trauer und einsamkeit
hallo, du ungeliebtes, verlassenes kind
ja, ich weiß, anderer eltern kinder sind
angenommen und geschützt
ja, ich weiß, dieser schutz trägt durchs leben
du hattest nur meinen unzureichenden schutz
uns trägt niemand durchs leben
Hände greifen nach mir, in mich hinein, drehen, ziehen, zerren, quetschen, drücken, schlagen innen und außen, kleine flinke frauenhände, starke männerhände, alte [...]

zeitlos

zeit flieht
sekundenzeiger hasten an ziffern entlang
in eile
keine sekunde zählt
die nächste schon
fort schritt unentwegt
einen über den anderen
hin
weg
vorwärts

windhauch

nackt sind die engel
entkleidet
bis auf die himmelshaut
ihr letztes hemd
gelassen
der erdenschwere
doch vielleicht
sind sie ja auch
bloß windhauch

Der ewige Fluss

 
Lasst die Knochen ihres Wesens
in meinen Traeumen auferstehen
denn sie sind nur Kinderseelen
voller Angst und voller Streben
aus lauter Grauen vor dem Sein
denn sie leben nur im Schein
unbewusst des eigenen Lichts
Dunkelheit hat sie erwischt
unbewusst der eigenen Kraft
davon sind sie nie erwacht
dennoch sie leben auch in mir
ein Fluss aus ewigem Sein
kein Hass sondern nur Liebe hier
den Unheil straft [...]

eisklotz

im sommer
plumpst ein eisklotz
in mein glas
von woher
weiß ich nicht
ich schau nach oben
noch einer
diesmal auf den rand
es zerspringt
schneidet mich

plantschi

die wirklichkeit
hat in wirklichkeit gar keine farben
ist doch eh alles patchwork
kariert
karriere
ach mein gott
wie moralisch und falsch
ist alles so schön bunt hier
in hagen
eher grau verhangen
wie die träume
im schaumbad von nebenan

fa(c)ke(l)n

dreitausend groschen fallen
gleichzeitig
brennt die welt lichterloh
erhellend
lichtkünstler werfen sich gegenseitig zu
akrobaten
die am abgrund jonglieren
millionen
abgefackelt
schon ist ein neuer unterwegs
fakeläufer

signalfarben

wir werfen uns farben zu
rot
grün
gelb
auf der straße
in der stadt
das chaos
das wir hinterlassen
stört uns nicht

aufbäumen

zweiundzwanziguhrneunundvierzig
manches ist ohne bedeutung
vergeht wie ein augenblick
den niemand wahrnimmt
bisweilen leiden wir
unter wahrnehmungsstörungen
alles senden
tödötötödötö
oder empfangen
chhhhrrrrrrrrrrrrr
wirrwarr
unsere antennen gen himmel
ausgerichtet
orten wir nichts dergleichen
hören uns nur selber
zur genüge
flügellos
stolpern wir von raum zu raum
um zusammenhang zu finden
sinn
los geht es
jetzt aber

versatzstücke

verlangen trifft sich
keine sorge er beißt nicht
darf ich noch zuende spielen
wir schwitzen uns einander zu
da kommt das ende schon
aus

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