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Sommergewitter

Die Sonne wärmt meine Haut. Vergessen ist die Kälte in meinem Herzen. Spüre wie der Wind der sich wie ein warmes Seidentuch über meine Haut streicht, stärker wird. Ich setze mich, schau mich um. Allein ist der, der die Einsamkeit sucht. Ich denke nach und schaue nach oben, aber keine Wolke. Makellos der nackte Himmel, doch plötzlich schlägt ein Regentropfen auf meine Stirn. Es werden mehr. Ich stehe auf, aber mache keinen Versuch dem zu entrinnen, suche keinen Schutz, strecke die Arme aus, als wollte ich jeden Einzelnen fangen, höre Donner graulen. Keine Angst packt mich, sondern der Genuss von warmen Regen. Nässe umschlingt mich. Die Luft wird klar, höre alles und jeden, die Sinne geschärft und doch verschleiert, diese Wahrnehmung von der Schönheit eines Sommergewitters. Die Kleidung liegt wie eine zweite Haut an mir. Das Wasser wäscht meine Gedanken rein, es sind keine Tränen die über mein Gesicht wandern. Ich lege meinen Kopf in den Nacken, die Augen geschlossen und doch kann ich alles sehen, spüre wie jeder einzelne Tropfen in meinem Gesicht aufschlägt. Es werden weniger. Der nächste Augenblick bringt Gewissheit. Es ist vorüber gezogen, die Luft unbeschreiblich klar, alles riecht nach Regen, die sonne trocknet meine Sachen, setze mich, fasse wieder Fuß in meinen Gedanken und alles ist wie vorher doch für einen Augenblick konnte ich alles vergessen. Ich will diesen Augenblick festhalten doch er ist mit dem Gewitter gezogen. 

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