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Widerstand

Heute,
am späten Nachmittag,
als ich von
rauchigem Geschwätz betrunken
die Wohnung eines Freundes fluchtartig
verlasse,
fühle ich eine erstickende Übelkeit
in mir…
fühle die unbeschreibliche
Oberflächlichkeit,
und frage mich,
wie ich es nur so lange
ausgehalten habe –
zu heucheln, anstatt
mich selbst
zu zeigen.

2 Responses to “Widerstand”

  1. Gisela sagt:

    Ich finde dieses Gedicht einfach hervorragend.
    Es sagt so viel aus und ist doch sehr dicht an unserer allen Alltag gebunden. Es berührt mich sehr, denn auch ich verhalte mich in meinem Freundeskreis so. Allerdings würde ich auch gerne wissen, wer dieses Gedicht verfasst hat. Viele Grüße
    Gisela

  2. Markus Henz sagt:

    Das Gedicht gefällt mir gut. Widerstand fängt im Alltag an, auch wenn es nach einem großen Wort klingt. Wenn es dann noch gelingen kann, bei Misslingen und Erkenntnis desselben mir trotz allem innerlich noch zuzulächeln, das wäre wow. Manchmal kann man bzw. kann ich eine gewisse Oberflächlichkeit gut gebrauchen und mache gerne mit, ein anderes Mal läuft es wie ein Film an mir vorbei, obschon ich mitten drin bin und evtl. auch mitmache. Man beachte auch das Datum des Entstehens deines Gedichtes;-)

    Gruß

    Markus

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