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Dein Buch, nach dem jeder fragt,

kommt bald endlich auf dem Markt.

Die Reaktion –

die ahnt man schon.

Man applaudiert,

man jubiliert,

Manch einer übt Kritik,

manch einer dreht dir nen Strick.

Einige verneigen sich tief,

andere lachen sich schief.

Manch einer nörgelt herum.

Man kennt das: Es ist zu dumm.

Auf deinem Buch

lastet kein Fluch.

Wie soll ich es nur bewerten?

Du gehörst zu den Hochverehrten.

Kongruent,

nennt es der Student.

Ganz authentisch

urteilt man am Stammtisch.

Das Lehrerkollegium

finde es gar nicht dumm.

Hervorragend und genial,

lobt das Buchhandelspersonal.

Ganz und gar gut,

schwärmt Tante Ruth.

Auch für mich ist dieses Buch

keinesfalls ein rotes Tuch.

Ich schätze es sehr.

Es gibt mir mehr

als ich erhoffte.

Es ist einfach tofte.

Es ist gekonnt formuliert.

Da hast du wirklich brilliert.

Es ist nicht steif

und doch sehr reif.

Es ist nicht gewaltsam.

Es ist unterhaltsam.

Du hast es deinem Geist abgerungen.

Ich habe es sofort verschlungen.

Es ist ein Superlativ

Keinesfalls primitiv.

Von der ersten bis zur letzten Zeil

Ist es – die Jugend sagt: – hammergeil.

Mit den Worten der Mathematik:

Es ist hunderprozentig.

Es ist astrein

und megafein.

Ich mache hier keine Witze.

Dein Buch ist von A bis Z Spitze.

Nur die Gesamtkonstruktion

der Erzählhandlung

solltest du eventuell

– und zwar schnell –

vielleicht

ganz leicht

überarbeiten,

nicht aber ausweiten.

Auch bei der Titelzeile

hat es große Eile.

„Mein aufgedunsenes Gesicht“

passt doch besser für ein Gedicht.

Findest du nicht?

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