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erinnerung

was wir, oder zumindest ich, überzeugt als erinnerung ausgeben – womit wir einen augenblick, eine begebenheit, einen sachverhalt meinen, die einem fixierbad ausgesetzt und so vor dem vergessen bewahrt wurden -, ist in wirklichkeit eine form des geschichten-
erzählens, die sich unaufhörlich in unserem geist vollzieht und sich oft noch während des erzählens verändert. zuviele widerstreitende gefühlsinteressen stehen auf dem spiel, als dass das leben jemals ganz und gar annehmbar sein könnte, und möglicherweise ist es das werk des geschichtenerzählens, die dinge so anzuordnen, dass sie sich diesem zweck fügen. wie dem auch sei, wenn wir über die vergangenheit reden, lügen wir mit jedem atemzug.

william maxwell: also dann bis morgen

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