Feed on
Posts
Comments

Der Wanderer

Es ist Freitag Abend!
Ich zog ziellos durch die Straßen. Der Wille trieb mich zu nichts, außer dazu diese Worte zu schreiben.
Doch wozu? Ich fahre, es ist Nacht, Nacht!
Ich fahre und suche ein Heim mein Haupt in Ruhe und Wärme zu betten.
Da kann ich nicht sein und dort soll ich nicht hin.
Es bleibt die Erfahrung der Jahre in vielen Tränen.
Dem Licht in mir zugewendet, dem Heim aller Seelen.
Oft traue ich mich nicht mehr den Menschen von dieser „Welt“ zu erzählen,
die ihnen gar zu fremd ist. Die sie verspotten, belachen …
Ja die sie im Glauben eigentlich sehen könnten, doch keine Augen mehr dafür haben.
Eine Fliege ist mein Gast – ein hübsches kleines Geschöpf!
Sie krabbelt auf meinem Taschentuch spazieren.
Sie waren immer da, die Tiere; jeder verstandt den andern ohne Worte, auch sonst alles in der Natur.
Die Rosen vor meinem Fenster sprechen zu mir; geh ich des Weges, ist dort ein Baum, der mich
zurückruft, so ich zu eilig gegangen bin.
Wir lehnen uns aneinander und geben uns; so einfach!
Die Osterglocken auf dem Tisch vor mir leuchten mich an, trotz abgeschnittenem Stengel!
Dies ist für sie kein Leid, spenden sie doch ihr ganzes Wesen gerne, um danach vielleicht achtlos
weggeworfen zu werden.

So, wie vieles in der Welt der Menschen oft Achtlosigkeit statt Selbstlosigkeit ist.
„ Mein Wille geschähe, nicht deiner. Trag deine Last gefälligst selbst, und laß meine zufrieden.
Liebet Euch selbst, so wie es Euch nicht gesagt wurde.“
Werdet noch materieller, egoistischer, selbstsüchtiger, …
Manchmal komme ich mir mit meiner Bibel so lächerlich vor – überflüssig!
Diese Welt scheint keine Weisheit mehr zu brauchen.
Die andere „Welt “aber, von der ich sprach, die um das Ringen der Kräfte weiß;
bittet und fleht um jedes gute Wort!
Es ist immer noch Nacht, Nacht!
Die Fliege hat sich zum Schlafen geflogen.
Die eine Einsamkeit tauschen mit etwas anderem, zu hoffen, jemandem sich verständlich zu machen,
über dieses Fühlen, Denken und Wollen, was man hier nicht, noch nicht, nicht mehr leben zu können
scheint. Wieder fragen zu dürfen, ohne Angst Genervtheit zu erfahren :
„Wie geht es Dir, was denkst Du, tust Du, hast Du vor “?
Wieder hören zu können : „Sage mir von Dir, weil es mich interessiert.“
Dieses sagen und fragen Viele, doch interessiert es uns wirklich?
Oh, was bist du dir wichtig Mensch!

Leave a Reply