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Ich sah hinauf,

Helles Antlitz, wunderschöner Wimpernschlag, die Sonne brach
Sich in deinen grün grauen Augen,
Wie ein Komet, der
Seinen langen Feuerschweif hinter sich herzieht und
Zur Erde stürzt. Ein Feuerball, wie brennende Kraft.
Ein himmlischer Hoffnungsschimmer.
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Ich sah hinauf,
Spürte deine Nähe, berührte deine Wange,
Spürte den Strom, die Frische, die mich erfüllte und
Ich nahm den Füller,
Den Pinsel und malte,
Ein Bild vor Augen. Genau wie eine Fotografie.
Hoffnung.

Du inspirierst
Den Lauf der Farbe, den Lauf der Welt,
Ich bedecke freie Fläche mit grüner Farbe, lasse sie strahlen,
Wie frisches Gras, wasserdurchtränkt.
Eine ruhige Ebene, das Paradies, ich bin glücklich, doch
Mein Herz, meine Seele ist im Aufbruch, ich
Spüre, wie sie weiterzieht.

Ein Künstler ist Nomade, wie
Ein Kameltreiber, ein Waldläufer, ein Handelsreisender,
Neue Impulse sind sein Lebenssaft, er schreit nach Inspiration.
Wie eine Quelle in der trocknen Wüste, die erst hilft,
Aber irgendwann versiegt ist. Und man
Eine neue suchen muss.

Ich berührte deine Wange, du bist
Zurückgewichen, ich spüre, dass du mich magst, sehr sogar, aber
Ich spüre den Westwind, den Ruf für mich,
Die Quelle versiegt, die Karawane des Handelsreisenden zieht weiter,
Aber ich will nicht.
Ich will nicht fort von dir.

Dieses Kreislauf, zu oft erleb ich das, diese ganzen Wasserstellen,
Alle ausgetrocknet in der Wüste, nach und
Nach, es verzehrt mich, auch wenn es mich am Leben hält. Es ist
Meine Reise, meine Suche, aber ich kann nicht mehr, ich will nicht Fort,
Ich lebe.
Der Westwind!

Eine Hand greift mich,
Ich sehe deine Augen, mein Pinsel fällt in den Sand, körniger Staub
Vermischt sich mit der grünen Farbe, verklumpt das Gras.
Meine Staffelei bricht, sie stürzt. Mit Schrecken sehe ich
Meine Blätter fortfliegen, mit dem Wind, lange Worte in großen Goldlettern.
Ein ewiger Weg, ein sich immer wiederholendes Bild, eine gerade Bahn und einmal kurz dachte ich, diesmal sei es anders.

One Response to “Der Wind der grasgrünen Ebene”

  1. nachtigall sagt:

    Jeden Morgen
    steht ein Tisch auf der Wiese,
    ein Tisch und ein Stuhl und ein offenes Buch.
    Neben dem Buch sind, ein Glas Wasser,
    in dem sich der Himmel spiegelt,
    kleine Töpfe mit Farben, einige Pinsel und Stifte,
    und davor siehst du
    das weite Meer.

    Jeden Morgen
    steh ich an diesem Tisch
    und wende ein neues Blatt in dem Buch,
    leer sind die Seiten von vorne bis hinten,
    leer, wie Stille umher.
    Seite um Seite beginn ich zu füllen,
    mitfarbigen Zeichen und dem,
    was die Nacht sich erträumt.

    Jeden Abend,
    wenn ich erfüllt bin von allem,
    was sich Blatt für Blatt vor mir
    als Leben entwickelt,
    wenn ich alles gesehen habe,
    was Ganzheit zur Wirklichkeit bringt
    höre ich nichts, nur das Schweigen im Wind
    und wie der Tag sich hingibt der Nacht.

    Jede Nacht,
    wenn die Wellen sich holen,
    die Spuren am Ufer und all den erdenklichen Lärm,
    nehmen sie auch den Tisch von der Wiese,
    den Stuhl und das Buch und den Traum.
    Was ist geschehen in diesem Bild,
    als der Wind sich in den Blättern verfing
    und nichts seinen Platz mehr behielt?

    Jedesmal,
    wenn eine Zeit sich erfüllt und eine andre beginnt,
    holt sich das Meer das geschriebene Buch
    und trägt es zur Nabe der Welt.
    Jedesmal,
    wenn ein Buch in den Träumen versinkt,
    wird der Welt ein neues Wissen geschenkt
    und eine neue Wiese am Meer.

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