Feed on
Posts
Comments

Ich reise zu dem Wellenland,
dort, wo das Wogen uns verband.
Kein Mond hilft mir den Pfad zu finden
und auch am Fluss die alten Linden,
kein Blätterrausch, Geäst zu starr,
fern, ach so fern
und nichts ist mehr wie es war.

Näher Dir kann ich nicht sein, nah bei Dir.
Ferner Dir kann ich nicht sein, fern von Dir.
Näher Dir kein Wort gefunden, kein Gedicht.
Ferner Dir nichts zu erkunden, lohnt sich nicht.

Überall im Fluss und auf den Linden
fegt der Wind das stumme Abendrot.
Der Fluss umspült die alten Rinden
und all die starken Linden haben ihre Not,
mit Worten dann zu tränken meiner Booten Schar,
fern, ach so fern
und nichts ist mehr wie es war.

Näher Dir kann ich nicht sein, nah bei Dir.
Ferner Dir kann ich nicht sein, fern von Dir.
Näher Dir kein Wort gefunden, kein Gedicht.
Ferner Dir nichts zu erkunden, lohnt sich nicht.

Auf allen Wellen lastet Schweigen.
Ein stilles Tuch säumt Wasser und Geäst.
Der Blätterfall spielt keinen Melodienreigen,
so still, so still, die Träne jenen Ort verlässt
und auch das wärmend Sonnentau wird rar,
fern, auch so fern
und nichts ist mehr wie es war.

Näher Dir kann ich nicht sein, nah bei Dir.
Ferner Dir kann ich nicht sein, fern von Dir.
Näher Dir kein Wort gefunden, kein Gedicht.
Ferner Dir nichts zu erkunden, lohnt sich nicht.

Leave a Reply