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Hässliche Kreatur

27.02. vor knapp 19 Jahrn

1990 als es Winter war…

Das Gras war „weiß“…

Der Schnee brach an…

In kalter Einsamkeit…

Im Karton wuchs ein kleines Herz heran…

Allein im Kasten der Entmutigung

Ohne Streicheln… künstlich ernährt…

Die Mutter des Jungen:

Zeitlich gelähmt… wie er ohne Wert

Mit Gedanken an den Tod…

Weinte sie jeden Tag um ihr blindes Kind

Es war jeden Tag in Atemnot

Weil die Lunge keinen Atem bringt…

Der Vater… ihr Mann ließ sich von ihr scheiden

Es blieb nichts in ihrer Hand

Wer sollte nun bei dem armen kleinen Herzchen bleiben

Die Einsamkeit… die Angst…

Mit Schläuchen in der Haut…

Wuchs es im eisernen Karton so traurig auf

27.02. vor knapp 19 Jahrn

1990 als es Winter war…

In Atemnot… in zukunftsloser Angst

Wuchs diese kleine arme Kreatur heran

Wie immer als ich nach dem Leben griff

Blieb nichts verschont in meiner Hand denn…

Wie immer als im Gesicht ein Tränchen lief

Lief bald der Strom auf beiden Wangen

Ich mag so gern ein Phönix sein…

Der die Asche verlässt… nur hab ich noch nie gebrannt denn…

Ich trag so schwergezeichnetes „böses“ Leid…

Wie eine hässliche Kreatur mit nassen Wangen…

27.02. vor knapp 9 Jahrn

Im Jahr 2000 als es Winter war…

Das kleine Herz… zehn Jahre alt

Und noch immer ohne Wert

Es zitterte denn es war sehr kalt

In der Zeit die schlimmes lehrt…

Ohne Heimat… ohne Freude…

Pumpte das Herzchen: Trockenblut

Ohne realistische Träume

Rannen Tränen nie genug…

Ohne Vater… ohne Trost

Irrte der Jüngling blind umher

Der Atem in Alpträumen tot

Denn die Lunge pumpte den Traum nicht mehr

Der Weg war fort

Die Sehnsucht brach den Traum

Ohne ein reales lachendes Wort

Gab die Sprache des Hungers der Liebe nie auf

Ungeliebt… ungemocht…

Zog sich dies Kind ängstlich zurück

Jeden Tag zerstochen…

Suchte aber fand das Herz kränkend kein Glück…

27.02. vor knapp 9 Jahrn

Im Jahr 2000 als es Winter war…

Perspektivlos…

Vom Schmerz grausam abgelenkt

Vermisste die Liebe… die Atemnot

Denn das Herz war längst in Scherben getränkt

Wie immer als ich nach Nächstenliebe griff

Griff nichts nach meiner Hand

Wie immer als ich den Weg des Liebenden betritt

Riss mich das Gift klagender Leiden vom Stand

Ich durfte nie ein echter Engel sein

Mit echten Flügeln breit wie das Meer

Ich wusste immer wie es ist wenn ein Kämpfer weint

Mit hässlichen Gefühlen… einsam… leer…

Hier… seit fast 19 Jahrn

Im Jahr 2009 als es Winter war…

Ein Gedicht trifft ein Blatt Papier…

In weißer Haut liebevoll eingemeißelt…

Seine Blicke irrten…

Umher in Richtung Freiheit…

Gefesselt wie vor knapp zehn Jahrn…

Ein Jüngling der ja trotzdem standhaft war…

Bis dahin… ein Kämpfer… um Liebe… um Hass…

Was macht dich trüb… irr… blind…

Das Schwert fiel kraftlos ins Gras…

Zu schwer für ein erwachsenes Kind…

Die Sonne stach…

Der Mond blendete…

Er wollte nie so fallen…

Nie so enden…

Ausgegrenzt… zerrissen…

Verabscheut so als ob er Abschaum sei…

„Warum denn Herr… hast du mich vergessen“…

Oder ist dies die Belohnung… der zu sein…

Der die Sehnsucht zeugt…

Der sich selber verletzt… dabei nichts bereut…

Hinter Masken verstecken…

Deren wahres Angesicht euch verborgen blieb…

Sich hinter der Wahrheit versteckt…

Der feige der Menschheit am Klavier der Muse Gedichte schrieb…

Eure Botschaften von morgen…

Seine Zeilen von gestern…

Weilen bis zum Grab…

Euer Gott ist erloschen…

Wenn ich meine Freiheit gefunden hab…

Zärtlich taste ich mich fort…

Über die Gefühle… die nach Vergeltung schlagen…

Ach wäre ich schon tot…

Würdet ihr bereuen ihn so behandelt zu haben…

Wie immer als mein Herz taub war…

Fühlte es Geborgenheit

Wie immer…

Als ich Liebe gegen Schmerz getauscht hab

Fühlte ich den Ort zu Gottes Heim

Ich strebe nach dem Licht des Meeres

Dessen Flügel ich mir selber nähe…

Ich werde eines Tages…

Finden wonach ich hinterher renne…

Und endlich nie mehr…

Unglücklich… leer… leben…

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