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3 Gedichte

Autofahrt
Dieses Steuer hektisch. Rumgerissen im Augenblick der Angst
Dafür lebte sie, die Dame in Lila. Und ihr Gesicht verzerrte sich in diesem Augenblick

Dieses Steuer! Es fiel ab
Sie sprang raus und in einen Tümpel. Die Rettung!
Diese Sekunden und Minuten des Schreckens
Diese Situation totaler Todesnähe
Einmal nur einmal zweimal

Nun war das Steuer herrenlos, außer Funktion
Dann kroch sie wieder zu ihm hin

Steuer mal! so rief Eggi, der Mitfahrer aus St. Konstantin
Und stieß sie brutal vor das Steuer

Dame berichtete nach Tagen einem Polizisten:
„Ich sah die Notwendigkeit: das musste jetzt sein.
Wolkenvorhänge am Himmel, ganz dichte, bei dicker Luft in
Der Fahrerkabine. Ich atmete das Gift ein.“

nur ein paar leichen, nur!
Stecke in mir drin, in der Höhle der Vergeblichkeit
Wogegen etwas machen?
Warum? Wann? Und mit wem?

Jetzt in einer großen Aktentruhe
Von Kugeln durchlöchert?
Sogar … hier nicht
mit den Dingen des Lebens vertraut, glaube ich
sogar … hier nicht
der Macht eines tief empfundenen guten Seins
habhaft geworden
auch nicht einer Glückseligkeit.
Kenne ich dich?
Sehne ich mich jetzt schon nach dir?
Das könnte so sein. Denke nach, bin ein Fühlchen …
Bin im Handeln eine verrostete Säge
frage nicht, ob man das kann, …

ICH HÖRE JETZT: „Nur über jede Leiche!?“
Das finde ich interessant
Phantasiere: auf der Brücke eine weiße Nonne
Leichen schwimmen im Fluss darunter
Gegen den Strom. – Noch keine echte Leiche gefunden


Beerdigt

Gerade
Beerdigt worden

ö f f n e die Augen!
Will das erst nicht wahrhaben!
„Halte mich auf“
Es entsteht Panik
x
x
x
Atmen und Denken funktionieren
Angesichts der Extrembelastung
Gerade so!

Es gilt, noch zu leben. Es geht!

Wer weiß, wie lange noch

Ein paar Stunden lang?

Ich sollte mich noch mal betrinken, allein …, es fehlt der Bierkasten im Sarg …


Ende von „3 Gedichte“

All lyrics © by Kay Ganahl.
All rights reserved.

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