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Teufelsbrut

Eine Kurzgeschichte über die Frage „Sind wir alleine im Weltall?“ oder „Wo kommen wir her?“

Irgendwann einmal mußte eine unbekannte hochentwickelte Rasse den Weltenraum besiedelt haben.
Noch heute streiten sich die Wissenschaftler darüber. Doch man ist sich sicher, daß es der Samen des Bösen war, den sie verstreuten.

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Wir hatten uns viel versprochen von dieser Reise zu den Sternen. Es war der weiteste Raumflug, den der Mensch bislang gewagt hatte. Und endlich nach knapp sieben unendlich langen Jahren erreichten wir unser Ziel: Das 4,9 Parsek entfernte TAU CETI!

Schon vor einem Jahr hatten wir festgestellt, daß er sechs Planeten besaß. Davon wiederum mußten drei in der Lebenszone liegen. Das ist der Bereich, in dem, der Name sagt es schon, Leben existieren könnte.

Wir umrunden die gelbrötliche Sonne und finden zwei der Planeten. Tod! Verbrannt!

Wir versuchen es woanderst.

Ein Planet mit Ringen, er liegt in der Lebenszone. Er hat Ringe?

Die Geräte sprechen an. Es ist ein Sauerstoffplanet!

Wir sind voll Freude und Hoffnung, weil wir einen scheinbar bewohnbaren Planeten gefunden haben… Eine Insel im Sternenmeer.

Er ähnelt in gewisser Hinsicht dem Mars, doch die Rote Färbung beunruhigt uns nicht weiter. Die Ringe jedoch sind anderst als die des Saturn. Trümmer über Trümmer!

Langsam werden wir mißtrauisch. Wir empfangen keine Radiowellen, kein Anzeichen von Leben … nichts.

Das Einzige das wir messen, ist Strahlung radioaktiver Isotope. Wir finden keine Erklärung dafür und denken schon die Messgeräte spielen verrückt. Doch nein, das war nicht der Grund.

Während wir die Atmosphäre, oder das was von ihr übrig war, fotografieren, spuckt der Computer Unmengen von Datenblättern aus. Das Auffallendste dabei war die Radioaktivität und die hohe Anteil an Schwermetallen in der Atmosphäre.

Ein Sauerstoffplanet … Mir kommen die ersten Erklärungen, doch ich verwerfe sie wieder.

„Irgendwelche Anzeichen von Leben?“ frage ich den Mann am Computer. Er blickt von den Bildschirmen auf. „Niedere Vegetation, ansonsten nur Wüstenlandschaften. Keine Anzeichen tierischen Lebens!“, kommt die lakonische Antwort.

Ja, der Planet war verwüstet, im wahrsten Sinne des Wortes! Die Meere waren trocken wie Mondstaub und einzelnen Landstriche waren kraterübersät. Einst jedoch mußte es hier einmal eine blühende Zivilisation gegeben haben, von der heute nur noch Trümmer und Ruinen zeugen.

Doch das wirklich Überraschende entdeckten wir erst nach der 11. Umrundung: Sie stand in der Nähe eines riesigen ausgetrockneten Flußbettes.

Es war eine Pyramide, eine ägyptische Pyramide!

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