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Einsamkeit

Oh, Einsamkeit

wie bist mir treu ergeben,

hab`mich doch nie nach dir gesehnt.

Warum hälst du nun Einkehr,

und trittst wortlos in mein Leben?

 

Bin ein fröhlich`Mensch gewesen,

redsam und voll Humor,

war immer umgeben von Freunden,

die ich scheinbar nun verlor.

Jetzt, wo alt ich und gebrechlich,

der Tag, die Nacht mich nur umhegt-

wo liegt da der Sinn im Dasein,

so allein, die Zeit mir kaum vergeht.

Sonntag ist wie Montag,

jeder Tag ist gleich-

egal, ob`stürmt oder regnet,

oder die Sonne hernieder scheint.

Ich sitz nun da in dem Zuhause,

seit vielen Jahren schon, bis heut,

freu mich, wenn meine Kinder

oder ein Nachbar an der Türe läut.

Kram in alten Fotosachen-

Erinnerungen werden wach,

doch kann ich nicht mit ihnen sprechen-

obwohl ich mich so sehn`danach.

Den Fernseher zur Unterhaltung,

brauch nur an einen Knopf zu dreh`n,

so oft ich will, Zeit ist genug,

kann ich Filme seh`n.

So vergehen Stunden, Tage, Jahre

und ich wart`auf jenen Tag,

andem ich find Erlösung-

mein Herz jetzt nicht mehr schlagen mag.

Nun, Einsamkeit, hab ich dich verlassen,

bin dort, wo Fried`mir ist gegeben,

wo auch verweilen meine Freunde-

                                       so schließt mein Buch, mein irdisch`Leben.

 

                                      

                                         Oh Einsamkeit,

  brauch nicht mehr mit dir leben,

  Zufriedenheit erfüllt mein Herz,

  musst nun ein and`res Opfer finden,

                                         welch erfährt der Einsamkeit Schmerz

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