Feed on
Posts
Comments

Mein Kinderparadies

Als kleines Mädchen wohnte ich mit meinen Eltern und Geschwistern in einem Gemeindebau, mit Aussicht auf einen schönen Kinderspielplatz. Einer schönen, großen Wiese, in deren Mitte eine riesige, alte Trauerweide stand. Unter ihr konnte man sich herrlich verstecken und spielen. Ein Fußballplatz, eine Rutsche, Sandkiste, Kletterturm und ein Rad, welches man durch Laufen in Bewegung setzen konnte, hinaufsprang und so lange sich drehte, bis man schwindelig war, erfreute jedes Kind. Die Erwachsenen saßen auf den Bänken und schauten dem Treiben zu.

        Was ist mit dem Spielplatz geschehen?

 

 

         

                 KINDERPARADIES

                                          

Komm, gib mir deine Hände,

ich erzähl dir einen Traum.

Stand hier, wo jetzt die Tankstelle,

ein wunderschöner Baum.

Als Kinder wir uns dort versteckten,

`s war , wie im Paradies,

keinen konnte man hier sehen,

der unter ihm sich niederließ.

Es stand da, diese Trauerweide,

viele Jahre, mächtig stolz-

durch Menschenhände sie musst scheiden,

verarbeitet zu Holz.

Ein Kletterturm, ein Rad zum Drehen,

hier waren wir sehr glücklich,

als wir vom viel`n im Kreise dreh`n

am Boden lagen, schwindlig.

Die Sandkiste, ein Platz für Kinder,

die freudig mit Geschirr,

die ersten Kochversuche machten –

jetzt –  ist eine Garage hier.

Ein Prüfzentrum für Autos nun,

wo einst das Fußballfeld,

das ebenfalls total verschwunden-

wie grau wird doch die Welt!

Könnt` heut noch viel erzählen,

vom Spielplatz wie ein Traum-

doch Träume sind vergänglich,

im Schlaf und Lebensraum.

 

Leave a Reply