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Die Puppe deiner Welt bin ich,
Niemals doch ein Teil von ihr.
So stark und innig sehne ich mich
Nach deiner allertiefsten Aufmerksamkeit.

Verkommen in den kältesten Schatten ich stehe,
Während mich niemand schreien hört...
Längst verloren im reißenden Winde ich wehe,
Ist meine Seele vom Herz ertränkt.

Ein streifender Blick von dir,
Ganz kurz in seinem Element,
Hält mir die Hoffnung stur;
Ich sehe mein Ende nicht.

Und so fliehe ich weiter über das öde Land.
Es hat mir den Rücken zugekehrt.
Fast wie du, hätte ich es nicht besser gekannt,
Doch bald schon bist du fort. Freiwillig fort. Ohne Rhythmus fort.

Erkenne ich das Mahl in deinen Augen,
Das du mir zubereitet mit kleinster Liebe immerda,
Dann soll die Hingabe mich packen
Ein letztes Mal in großer Schar.

Dann soll ich nicht dich umarmen,
Wie ich es tagsein im Schlafe tat;
Dann soll ich den Henker grüßen,
Liebkosen bis er mich verschlingen mag.

Zu kahl ist hier das Feld,
Zu einsam ist der Baum der Begierde in mir,
Zu verdrossen ist die Tulpe in ihrem alten Schimmer,
Zu langsam ist das Uhrwerk, das das Meine zählt.

Erlange ich die Wahrheit,
Verstehe ich meine Fehler,
Dann sage Gute Nacht
An die Puppe deiner Welt.

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