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Klaus und Elke
PolaArt - View my favorites on Flickriver

Gehüllt in feinste Seide, von Blicken schon begehrt.

Die Formen sinnlich preisend,

noch scheinbar siegessicher,

der  Große  Wagen, am Sternenhimmel  fährt.

 

Das Frostgespenst von Ast zu Ast,

die Nacht noch wohl behütet.

Im  wirren Fall der Blätter, mit kühnem Pinselstrich,

er, der Schattenspringer, aus vollem Eifer wütet.

 

Gewaltig aufgeblasen ein Wirbel tobt durchs Holz.

Applaus , Applaus , ihr flatterhaften  Blätterschaaren!

So sorglos, solltet doch schon ahnen,

das hier nichts Gutes wohl gewollt.

 

Die dicke, rote Scheibe,  erklimmt den Horizont.

Schon packt es Jenen,  Diesen, bemalten Kunterbunt.

Was grad noch hier gewesen,

nun weit entfernt verstreut.

 

Die vielen Diener tief geneigt

Spalier der weißen Häupter  bedeckt mit  Flockenpracht.

Dezembertag, nun Eile dich,

im Müßiggang, genug der Zeit verbracht!

 

Jörg  Stahlschmidt,  2013

Dezember

Dezember, dir allein gebührt der erste meiner Briefe,
denn dir hab’ ich die Hoffnung dieses Jahres auferlegt.
Mir schien das Jahr so trübe, ja, mir war, als ob ich schliefe
und erst durch deine Reinheit hat sich Trost in mir geregt
Ich konnte, als der erste Schnee aus grauen Wolken brach,
nichts anderes als trist erstarren und bedächtig träumen
Ich atmete die kalte Luft, hielt inne, und gab nach
Dezember: immer warte ich – den Rest kann ich versäumen

Wenn ich dich einmal verlöre,
stünd’ ich ohne Hoffnung da -
klängen mir des Himmels Chöre
nur noch fremd und sonderbar

Wären mir die süßen Früchte
bitter – Alles nicht genug,
wären Träume nur Gerüchte
und die Freude Lug und Trug

Wenn ich dich einmal verlöre,
nähm’ ich jeden Schmerz in Kauf
Wenn du nicht mehr wärst, ich schwöre,
gäb’ ich selbst die Liebe auf

Wenn ich dich einmal verlöre,
fänd’ ich nichts im Leben mehr,
keinen Mensch, dem ich betörte,
wie gern ich doch bei dir wär’

Tauche ein in ein Meer wundervoller Gedanken
Hauche zärtlich immer wieder Deinen Namen
Suche Dich überall und bin auf dem Weg zu Dir
Nur die Sonne kennt deine Sehnsucht nach mir

Deiner Haare Duft geht nicht mehr aus dem Sinn
Dein Liebreiz hat mich entflammt, nur Sterne
Sehe ich wenn ich an Dich denke, mein Gewinn
Bist Du und ich bin Deiner immerfort so gerne

Warum gibt es diese Qualen, getrennt von Dir
Von meiner Liebe bin ich doch nur ein armer
Tropf, der Deine Nähe sucht, und nur bei Dir
Unendliches Glück erfährt wie kein anderer

Lass uns alles denken was wir wollen und hoffen
Morgen ist wie heute ohne Dich ist alles so offen
Vereint als Eins wollen wir sein, nur durch Erden
Und Sternenlicht geleitet finden wir dies werden

Bin heute und morgen der Deine suche Dich
In jedem Tal auf jedem Berg und finde mich
Niemals wieder so glücklich wie jetzt doch
Ein Tropfen Liebe im Meer entzündet noch

Lange nach der Zeugung Deines neuen Lebens
Ist das die unendliche Liebe von der wir
Einmal nur träumen können, zumal eben
Bei jedem Akt es neu aus uns geboren wird

Rundbrief aus Albanien

Heisses Blut unter der Spätsommersonne

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde in der Heimat

Von Herzen grüsse ich Euch nach der Sommerpause. Wir sind gut eine Woche zurück und warten sehr auf Regen. Die Natur ist ausgetrocknet und in den Bergen brennen die Wälder. Gott sei Dank haben wir im Tal noch Wasser und unser Garten kann gegossen werden. Und wir sind dankbar um das lebendige Grün, das uns da umgibt. Wir ernten Obst und Himbeeren und die Rosen blühen noch im glühenden Abendrot der untergehenden Sonne.

Leider hat auch seit Wochen der Tod seine grosse Ernte hier. Wir trauern um die unschuldigen Opfer der Blutrache. Wir können nicht verstehen und oft haben wir nur noch ein stummes Gebet zum Himmel. Irena, Mri, Syka unsere Mitarbeiterinnen die in Blutrache leben, haben tief sitzende Angst um Männer, Söhne und Brüder. Die Angst ist berechtigt, denn es scheint, dass das Blut der Rächer „heiss geworden“ ist, wie die Albaner sagen. Es scheint, dass auch das Mindestvertrauen in das Wort des andern zerbrochen ist, seit der Blutrachemord an Mari geschah. Der Kanun gibt nicht mehr die Sicherheit der klaren Vereinbarungen. Es scheint uns wie ein unkontrollierbarer Blutrausch, dann wieder wie ein Zwang, das Blut zu rächen.
Lies hier weiter »

Kreta

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Symphonie der Herzen

Wenn ich die Sehnsucht nur noch fühl
und kämpfen muß mit Schmerzen.
Dann hör ich aus der Stille, leis
die Symphonie der Herzen.

Federleicht legt sie sich sanft
auf mein Gemüt, das schwere.
Füllt Hoffnung und der Liebe Kraft
in meines Herzens Leere.

Jedes Herz sein eigen Ton,
der diese Melodie gemacht.
Klingt einzigartig ein Gesang.
Ist die Liebe neu erwacht!

Sie ist der Herzen schönster Klang.
Macht Dinge groß, die scheinen klein.
Schenkt mir ein wärmendes Gefühl,
um wieder Mensch zu sein.

Und sehnst Du Dich, sie zu erhör’n.
Entfach mit Deiner Liebe Kerzen,
und lausche in der Stille, leis
der Symphonie der Herzen.

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Ich habe zuviel Zeit,
wieder eine Absage.
Ich bin zu allem bereit
an diesem grauen Tage.

Ich geh in eine der Kneipen
und hab so einen Durst.
Ich werde bis Abend bleiben
und vergesse meinen Frust.

Die Vorwürfe regen mich auf,
meine Chancen sind gleich Null.
Das Leben geht seinen Lauf
und ich bin wieder einmal voll.

Arbeitslosigkeit macht krank,
früher habe ich nie Alkohol getrunken.
Heute bin ich wieder einmal blank,
die Absage hat mir gestunken.

Freunde lassen mich im Stich,
die Reichen werden immer reicher,
kaum jemand akzeptiert mich,
meine Gesichtsfarbe wird immer bleicher.

Was nützt das ganze Lernen,
Beziehungen kennzeichnen das Leben.
Wieweit werd ich mich entfernern?
Wird es jemals wieder Arbeit geben?

Vieles geht auf Kosten der Schwachen.
Was bringt mir die Gewerkschaft?
Die Sieger können scheinheilig lachen,
ungerecht ist unsere Gesellschaft.

Sozialer Abstieg ist unvermeidbar,
Bewerbungen kosten eine Menge Geld,
offene Stellen sind mehr wie rar.
Warum bin ich alleine auf mich gestellt?

Gebrauchsgegenstand

Bist Du ein Außenseiter?
Bist Du ein Christ?
Oder bist Du vielleicht sogar ein Kommunist?

Nein, Du bist nur ein Mensch,
den man ausnützt, wegwirft
und dann vergisst!

Menschenleben

Menschenleben

Menschen werden geboren und Menschen sterben

Menschen kommen und Menschen gehen

Werden wir uns wiedersehen ?

  

Menschen lieben und Menschen hassen

Menschen finden und verlieren sich

Wo finde ich dich ?

 

Menschen glauben und Menschen hoffen

Menschen suchen und vermissen

Wann kommst du mich küssen ?

  

Menschen lachen und Menschen weinen

Menschen nehmen und Menschen geben

Menschenleben ?

 

doitornot

Augen auf!

Sobald die Grillen

zum völligen verstummen willens

sind,

Sobald den Sternschnuppen

alle wichtl Wünsche schnuppe

sind,

Sobald die Zeit

mit absoluter Absicht verweilt

und

Sobald der freundschaftliche Rat

immer wieder gerne Verrat

ist

dann wird mir klar,

wie klein die Welt

der Kleinen ist.

Dann wird mir klar,

wie groß die Welt

des Problems ist.

Sodass wir auf Anraten auf Vögeln hören,

uns von geschriebene ungemachte lustlose Liebe betören,

wo wir doch nur wieder ein

Arsch mit Ohren verdienen!

Herbstanfang

Herbstanfang

Die ersten Blätter fallen. Die Luft wird kühler und die Sonne zeigt sich immer weniger. Der Regen nimmt Überhand.

Das Grillengezirpe verstummt.

 

Es ist Zeit für die ersten Drachen, die schon darauf warten, in den Himmel zu steigen.

Die Äpfel sind reif, Sie schmecken süß und saftig.

Das Vogelgezwitscher wird immer leiser.

 

Die ersten Vogelschwärme sammeln sich schon, für Ihre lange Reise in den Süden. In den Stuben brennen die ersten Öfen. Es ist mollig warm.

Das Treffen auf den Gassen wird immer seltener.

 

Die ersten Stürme fegen über die Dächer, reißen Bäume aus ihrem Leben. Die Blumen fangen an zu welken.

Es ist kein Schmetterling mehr zu sehen.

 

Die Tage werden kürzer. Der erste Frost liegt schon auf den Feldern und Auen. Die ersten Eisblumen entwickeln sich.

Der Sommer ist vorbei.

Es ist Herbstanfang.

Sterne

Sterne

 

Und wieder kann ich nicht schlafen. Ich mache das Fenster auf und schaue zu den Sternen. Sie reden mit mir. Aber ich kann Sie nicht verstehen, es sind zu viele. Da fällt eine Sternschnuppe vom Himmel. Ich wünsche mir etwas.

Ich wünsche mir, dass du für immer bei mir bleibst.

Ich wünsche mir, dass du mir verzeihst.

Ich liebe dich doch.

 

Und wieder kann ich nicht schlafen. Ich mache das Fenster auf und schaue zu den Sternen. Doch Sie reden nicht mehr mit mir.

Stille.

Es sind keine Sterne mehr da. Sie sind alle fort. Sie haben meinen Wunsch nicht erfüllt.

Auch du bist fort.

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