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Klaus und Elke

Ein Loch, viele Löcher

Ein Loch, viele Löcher
oder: die Flucht in die Weltanschauung

Ein Loch
Wird wahrgenommen; setzt sich rein

Himmelwärts hell Aufsteigendes wird
Begeistert registriert;
Nichts Sinnhaltiges passiert
Während eines beobachteten Morgenrots
Einer neuen Zeit.

Springt heraus, um sich ins nächste Loch zu setzen!

Dann verschwindet der Mensch:
Empörung gegen verhasste Ruler
der Macht des Augenblicks
in sich hinein fressend.

Bald flüchtend über abschüssige Pfade

und auf der Suche nach dem Lebenssinn
gegen jedermann gerichtet
schließlich Fabelwesen lauschend
und leeren Weltanschauungen Folge leistend
im währenden Morgenrot, welches Nacht ankündigt

Ende

Kay Ganahl
Copyright by Kay Ganahl.
All rights reserved.

Danke

Gut soll es allen gehen:
Danke!
Auch ein Danke an
Die uns umgebende Welt
Die vielen Lebewesen
Und das Werden in vollem Lauf
Gegen die Nichtigkeiten
Für die wir uns nicht bedanken
Auch nicht für die Zeit
Mit dem Tod
Als letztem Ort.

Wahrhaft gut soll es
Uns gehen,

wir lachen über die Nichtigkeiten
und Kalamitäten im Leben

ein Werden ein Sterben

Kay Ganahl
Copyright by Kay Ganahl.
All rights reserved.

Als Geheimer

DIE WELT UND ER Er empfand die Welt, die ihn umgab, nicht mehr. Sein Weg war kurz gewesen.
Die persönliche Genugtuung darüber, nur ein Mensch zu sein, war jetzt viel zu wenig. Inzwischen fühlte er sich ausgesetzt und verlassen – die Einsamkeit setzte ihm sehr zu!
Es war einfach so … er schritt schnurstracks gegen den Wind, immer geradeaus, gegen alle Widerstände. Sah sich auf dem Pfad der Tugend
(welche ihn die Wirkmacht des Bösen noch stärker erkennen und empfinden ließ)wandeln. Er war durchaus ein Mensch, der ein Gott werden wollte, so dachte er, wenn er sich gelegentlich in einer Selbstbetrachtung erging – … insgeheim (er sah sich selbst als Liebling aller Geheimdienste) offenbarte sich auch in seinem subjektiven Betrachten und Beurteilen der Menschen und Dinge die tendenzielle Hinwendung der Gesellschaft zum Guten, zum Besseren, manchmal sogar zum Rosaroten. Dies war etwas, das sich zwar täglich im Dazwischen des gesellschaftlichen Miteinanders und Gegeneinanders zeigte, jedoch kaum als ein solches erkannt werden konnte, weil es niemand ohne Weiteres für relevant in seinem Wahrheitsgehalt hielt.

SO WAR ER EBEN Er galt als integere Persönlichkeit, der man vertrauen kann. Ein Mensch, der Fähigkeiten hat. Vielleicht noch mehr … !
Darum lobte man ihn, wenn von ihm etwas als ein Gelungenes vor den Augen der anderen Menschen bestehen konnte. Er galt ihnen als engagiert, – seine engagierte Haltung gegenüber dem, was er als ganz wichtig und für erstrebenswert ansah, beeindruckte viele Zeitgenossen dermaßen, dass sogar viele gegen ihn als Konkurrenten aufgefahrene kritische Zeitgenossen, die selber unter dem ganzen Erfolgsdruck zusammenzubrechen drohten, auf Grund seiner moralischen Überlegenheit einfach frühzeitig aufgaben! Die „Geschicklichkeit“ im Umgang mit anderen Menschen, besonders seinen Konkurrenten, zeichnete ihn aus.
Hellsichtiges Denken in Bezug auf die Zukunft, auch eine gewisse Verrücktheit waren ihm eigen.
Aber, das sei hier auch berichtet, was er als unabhängiger Geist, human denkender und genauso empfindender Mensch von sich selber hielt, war den meisten kritischen Zeitgenossen ganz egal. Jedenfalls war er sicher, dass es so war.

Den großen Bedeutsamen erblickten sie in ihm wohl!
Er versuchte in sich den einfachen, weitgehend bedürfnislosen Menschen zu sehen.

Beruflich in einem Teil des Staatsapparats tätig, der vielen restriktiven Auflagen und Vorschriften bezüglich der Geheimhaltung unterliegt, war er eifrig und äußerst gewissenhaft, zumal relativ erfolgreich tätig, doch als Mensch, der Probleme hatte, stockte er nur zu oft im Aufsagen seiner allmorgendlichen Verse und Reime. Es gab ihm den Hinweis auf akute Mängel seines psychischen Apparats. Auf Dauer konnte dies nicht gutgehen. Es war seinerseits zu vermuten, dass er im nächsten Gesundheits-Check nicht genügend Punkte erreichen würde, um danach normal seine Arbeit fortzuführen. Seine Tage als Kraft, auf die man in diesem bestimmten Teil des Staatsapparats bauen konnte (und musste), waren wahrscheinlich gezählt.

SEIN PERSÖNLICHER PROBLEMHORIZONT Im normalen Leben fand er sich mittlerweile nicht mehr gut zurecht.
Gern ging er auf die Straße, um zu spazieren. So konnte er sich noch frei fühlen und beobachten: die Straßenzüge, die er auf seinen langen abendlichen Spaziergängen hinter sich ließ, waren meist schmal und krumm gezogen, so dass er sie während des Spazieren-Gehens genau wahrnahm und in seinem Gedächtnis bestens abspeicherte. Auf der Straße erkannte ihn keiner als der, der er war, was er genoss. Er genoss es wahrhaftig!
Was es nicht alles zu sehen gab! Die Plakatwände waren voll mit idiotischen Bildern, die nur das Tollste offerierten. Aber was nicht in sein Originalitätsschema passte, worauf es ihm ganz besonders ankam, vergaß er denn doch oftmals.

Die Probleme, die er hatte, interessierten keinen anderen Menschen. Er war den anderen etwas völlig Fremdes, mehr noch als sie für ihn so etwas waren.

Es war diese gegenseitige Fremdheit, auf der ein starkes gegenseitiges Desinteresse basierte, was ihn frustrierte. Er konnte damit nicht umgehen – doch wer hatte ihn denn alleingelassen? Er wusste es nicht. Es hatte doch nie eine starke soziale Beziehung von Dauer für ihn gegeben, eine liebe Person. Das war festzustellen.
Vertrauen zu schenken war für ihn etwas gänzlich Unbekanntes. Dies hatte er längst bemerkt, ob er es sich auch offen eingestand, war etwas ganz anderes. An stillen Abenden der Einsamkeit lebte er vor sich hin.
Und die bohrenden Zweifel im Hinblick auf dieses Leben zwangen ihm mehr und mehr erschreckend düstere Gedankengänge auf. Dies ist vielleicht nicht ganz verständlich für Menschen, die die Geselligkeit schätzen und normal ausüben.

Er liebte besonders die in schöner Buntheit tanzende Mattscheibe, in der er die Welt sehen konnte – eine Welt, die mal schön aussah, dann wieder hässlich und weitestgehend von Übel. In allen möglichen Facetten. Das befriedigte ihn zwar nicht, doch er konnte es immerhin für sinnvoll halten, unter anderem erkannte er für sein Leben eine Vielzahl von theoretischen und praktischen Verwendungsmöglichkeiten. An vielen Abenden saß er allein vor der tanzenden Mattscheibe, um sich auch die telegenen Schnauzbärtigen mit ihrem einfältigen Getue reinzuziehen, weil er für sich keine andere Wahl sah. Er musste dies glotzen. Eben auch die Schnauzbärtigen zerrten ihn in die Einsamkeit. Wohl unbewusst flüchtete er in diese Einsamkeit, dann kam er nicht mehr heraus. Nun? Jedenfalls waren seine Abende nur TV-Abende.
Er saß da. Er starrte auf die Mattscheibe. Er genoss den Alltag der anderen. Er phantasierte auch mal so vor sich hin.
Jedwedes Zukünftiges und ihn in seiner Persönlichkeit wirklich Erweiterndes vermisste er.

ER ALS GEHEIMER. Ab und zu tat sich aber auch etwas, das ihm positiv anmutete. An einem Tag hatte er eine gute berufliche Leistung als Geheimdienstler erbracht. Und es war einfach so: er wusste nämlich so viel, dass sie, die Vorgesetzten, ihn in der Hierarchie höherstufen mussten, um ihm zu beweisen, dass sie seine Arbeit schätzten. Nun war er endlich mal froh, ein Geheimdienstler zu sein. Sein Werdegang würde sich vielleicht noch vollendend bereichern.
Vorwärts, vor! brüllte er, ohne an die eherne Geheimhaltungsnotwendigkeit zu denken. Unter allen Tischdecken, marsch! Kein Pardon den Untüchtigen und dem Klassenfeind! Er gab sich selbst am wenigsten Pardon. Und dann marschierte er vor, gegen sich selbst, ohne sich noch einmal umzusehen.
Während er diese heldenhafte Tätigkeit vornahm, fuhr er mit seiner linken Hand über seinen Bauch.
Dann war er auf der Straße vor seinem Amt, das von außen wie irgendein Finanzamtsbau auf die Menschen wirkte. Es platschte, die Menschen grüßten ihn nicht. Plötzlich jaulte er wie ein Köter, der sich verlaufen hatte. Verzweiflung raste zu seinen Augenbrauen, sie hüpften wie verrückt. Seine Haare standen ihm zu Berge — er starrte nach oben. Das Himmelsgewölk schien ihn bedrohen zu wollen. In diesem Augenblick faszinierte er einen ihm Unbekannten auf dem Bürgersteig, der unmittelbar vor ihm stand. Dieser hatte tatsächlich leuchtende Pupillen, die Genialität ausstrahlten.
Er ging jetzt so gefasst wie möglich weiter. Als Geheimdienstler war er so einige Verrücktheiten des Lebens gewohnt, aber derartiges war ihm neu.

GEHEIMER – HILFESCHREIE In irgendeiner Nacht. Augenpaare störten ihn in seiner Wohnung aus seinem Schlaf auf. Er fuhr hoch. Schlaftrunken sah er sich hektisch um. Es war niemand anwesend. Die Augenpaare waren wohl von innen her erschienen. Dann stürzte er in ein tiefes Loch, aus dem herauszukommen schwer war. Seine Hilfeschreie verhallten ungehört. Im Loch lag er nun und jammerte. In dieser Hilflosigkeit wollte und durfte er nicht bleiben! Visionen, dunkel und zerreißend, zerrten ihn gleich darauf aus dem Bohrloch heraus, in das er gefallen war. Feuchte Finger, sich an ihn schnell herantastend, berührten ihn jetzt im Dunkel. Wer klopfte anschließend auf seine linke Schulter?
Tatsächlich war er höchst gegenwärtig, konnte durchaus noch erkennen, wie real er in seinem Bewusstsein über das Hier und Jetzt war!
Er lachte, als er im Bad seiner Wohnung ausgerutscht war. Und er lachte auch, als er nichts mehr denken konnte … die feuchten Finger zogen ihn zurück in sein Schlafzimmer …

GEHEIMER – BEFINDLICHKEITEN Die frohen Unternehmungen von Menschen, die ihn persönlich ablehnten, waren ihm zuwider. Es lockte ihn eine glorreiche Zukunft mit ihren blütenreinen, wahnschwangeren Versprechungen. Es war alles so miserabel für einen wie ihn!?
Ein Nichtverstehen der Welt der Gegenwart und von allem, was er kannte, durchströmte seinen Körper. Unsicher balancierte er zwischen seiner Vergangenheit, der Gegenwart und einer glorreichen Zukunft. Ein Schwarz ohne Sinn belebte ihn mehr und mehr. Es war eine depressive Phase, die begonnen hatte. Er glaubte, nicht mehr vorwärts zu kommen – diese Phase musste er überstehen.
Und die vielen Kommas, die er für die zu schreibenden Sätze in vielfältigen Variationen erfand, enttäuschten ihn wegen ihrer Gleichgültigkeit ihm gegenüber, obschon er sie doch höchstpersönlich erfunden hatte.

An irgendeinem Tag. Nunmehr stand er auf einem Bahnsteig; gelangweilt schützte er sich gegen die üblichen missratenen Angriffe von Seiten irgendwelcher Personen, die sich alle als Persönlichkeiten fühlten. In Wirklichkeit waren sie belanglose Schattengestalten aus dem faden Alltäglichen, welche sich nicht ausdrücken konnten. Natürlich war er an diesem Ort von sich selbst mehr als überzeugt – ! Hier legte sich die Depression merklich. Er schöpfte tief Hoffnung. Sein Zukunft offenbarte sich ihm in einigen guten konstruktiven Gedanken.

Sage und schreibe zwei Minuten hatte er auf den Zug, der ihn ins endgültige Vorwärts bringen sollte, zu warten.
Er war jetzt mal froh, mal bedrückt. So viele Menschen. So viel nervöse Ruhe der Wartenden. Ankommende und abfahrende Züge. Niemand sah ihn wirklich.
Fraglos glücklich war er niemals, schon gar nicht jetzt, da er alle hasste, die er sehen musste. Aber direkt unglücklich war er ebenso wenig, weil er immer noch den einen oder anderen Hoffnungsschimmer für die Zukunft erkannte.
Zonen des Schweigens paarten sich vor ihm, zeugten neue, vielleicht höhere Sphären des Seins, die durch das Schweigen hindurchtreten mussten, um in der gesellschaftlichen Realität zu landen.

GEHEIMER UND FEINDE Als er im Zug saß, kamen ihm kritische Gedanken. Er wusste nicht, wohin er fahren wollte, aber jedenfalls saß er in diesem Zug.
Als ein Geheimer kannte er manche Schlichen, manche der widerwärtigsten Taktiken. Seine Feinde kannten sie auch. Er kannte zudem die subtile Vernunft sowie die kreative Phantasie, die seine Feinde an den Tag legten, um es ihm zu zeigen.
Dennoch war er noch zu positiven, erheiternden Gefühlskatarakten fähig, welche ihn jedoch nicht etwa ausreichend befriedigten, sondern ihn mitunter an eine Grenze führten, die vor dem Abgrund retten sollte. Sie war mit Glitter ausgeschmückt.
Nichts verging schneller als die geheimen Machenschaften, wenn sie entdeckt werden konnten, und wenn jemand da war, der sie der Öffentlichkeit eröffnete. Was für Aktivitäten dafür nötig waren, sagte er keinem, auch nicht dem Vertrautesten.
Wenn er auch manchmal Glücksgefühle empfand, sobald er “tätig” wurde, so kamen sie sicherlich nicht beim gezielten De-Konspirieren auf. Seine Feinde traten nur zu gerne auf ihm herum.

Welt formte sich neu. Die Zeugung des Neuesten durfte nicht, so sagte er sich, ohne seine tätige Mitwirkung erfolgen. Daher mühte er sich ab, erfand neue Wege, wenn es sie schon nicht in der Realität gab.
Feinde, oder wie immer man solche Menschen nennen sollte, gab es zuhauf. Wenn diese bemerkten, dass jemand aktiv wurde, der zu mehr fähig war als sie selber, so dachten sie sich viele verschiedene, äußerst einfallsreiche Tricks aus, um ihm zu schaden. Er musste immer auf der Hut sein. Überall wartete eine Falle darauf, dass er in sie hineintrat. –
Woraus bestand denn das, was sich Außenwelt zu nennen beliebte?
So genau wusste er das trotz seines Berufes nicht. Er blieb ein Unzufriedener, der im Grunde ein Leben lang ungehört blieb, dessen persönliche und berufliche Perspektiven zerliefen, bevor sie noch verkrampfen konnten. Der aber dennoch in der Zwecklosigkeit kein Auskommen fand, weil sie eine fatale Bedeutung hatte.

Kay Ganahl
Copyright by Kay Ganahl
All rights reserved.

kOmMuNiKaTiOn

HALLO, WIE GEHT ES DIR? MAN SIEHT DICH JA KAUM NOCH!

ich gehe selten raus.

DU MUSST DIR DIESEN HIMMEL ANSEHEN! SO BLAU! KEINE WOLKE WEIT UND BREIT. EIN SPAZIERENGANG WIRD DA ZUR SINNENFREUDE. MACH DICH AUF DEN WEG UND GENIESSE!

ich habe fast immer schmerzen.

ES IST SO HERRLICH, WIE GRÜN DIE BÄUME LEUCHTEN, WIE IMMER NEUE ÄSTLEIN UND BLÄTTLEIN SPRIESSEN!

die schmerzen werden immer schlimmer.

DIE PALMLILIEN BLÜHEN SCHON ÜBERALL! ICH LIEBE IHRE HERRLICH WEISSEN BLÜTEN. EIN MEER VON BLÜTEN, WOHIN DAS AUGE BLICKT!

jeder schritt tut mir weh.

WIE WUNDERBAR IST HEUTE DIE LUFT, SO HAT MAN DAS SELTEN. DAS MUSST DU DIR GÖNNEN! DIESE HIMMLISCHEN DÜFTE!

vielleicht laufe ich später ein wenig.

WIE DIE BLÄTTER SICH ZIERLICH BEWEGEN! DER LEICHTE WINDHAUCH, DER SIE ANTREIBT, WIRD AUCH DEINE HAUT ZÄRTLICH STREICHELN!

ich glaube, ich habe fieber.

DU KÖNNTEST DICH AUCH IN DEINEN GARTEN SETZEN UND DEN BIENEN UND HUMMELN BEI IHREM TANZ UM DIE BLÜTEN ZUSEHEN.

ich lege mich in mein bett.

ICH LIEBE ES, DIE BLUMEN BEIM WACHSEN ZU BEOBACHTEN. SIE WACHSEN LANGSAM UND UNHÖRBAR, ABER ICH GLAUBE ZU SEHEN, WIE SIE WACHSEN.

ich halte die schmerzen nicht mehr aus.

ES WÄRE SCHADE, WENN DU DIR DIESE HERRLICHE LUFT ENTGEHEN LASSEN WÜRDEST. UND DIESE HERRLICHEN FARBEN ÜBERALL. WIE SCHÖN IST DOCH DIE WELT!

ich nehme besser noch eine tablette.

ICH MUSS SCHLUSS MACHEN. ICH MUSS NOCH EINKAUFEN. GUT, DASS WIR WIEDER EIN MAL ÜBER ALLES GEREDET HABEN.

gut, dass wir uns so gut verstehen.

Meine Erkenntnisse

Es gibts so paar Eigenarten der Menschen,paar hat Douglas Adams dokumentiert:-)
zum Beispiel müssen die Menschen immer reden,über alles,sie sagen offensichtliche Sachen wie: Bist du wieder da?das Wetter ist schön…..nur um sich nicht denken hören zu müssen.
oder die frage wie es dir geht?hähä,die wahrheit will doch keiner hören.da kommen vielleicht so sachen wie:ich habe schlecht geschlafen,weil ich gestern nicht kacken konnte u der hund hat auf das sofa gekotzt,leider habe ich das nicht gesehen und als ich mich nach einem anstrengenden tag mit meinen rheumaschmerzen etwas ausruhen wollte auf dem sofa….oder das sie dir erst zu hören wenn sie denken das du stirbst,anstatt nur darauf zu warten das sie reden dürfen

oder das sie gerne zickig werden wenn man ihnen die wahrheit sagt.oder das sie dich anstößig finden wenn du anders bist,aber vielleicht sind sie nur eifersüchtig,weil du dir die freiheit nimmst das zu tun wovor sie angst haben

wie ihre stimme sich verändert wenn sie lügen,wenn sie zornig sind,wenn sie geliebt werden wollen,wenn sie glücklich sind.wie ihre gesichtszüge entgleisen wenn sie wissen das sie gleich weinen u es keiner sehen soll

der Moment in dem ihr Lachen zum gegackere wird
der Moment in dem sie dich unwiederuflich verletzten
der Moment in dem du den Schmerz spürst den,den du ihnen befügst
der moment in dem sie den tod akzeptieren,der moment in dem sie gehen ohne sich zu verabschieden,das gefühl das ich spürte
als du gingst
der moment wo sie aufhören zu kämpfen,der moment wo sie wieder anfangen zu kämpfen

wie sie sich selbst aufgeben,nur um dir zu gefallen.sie lügen dich an um dich glücklich zu machen

am schlimmsten aber sind die die denken echte menschenkenntnis zu besitzen u sowas von da neben liegen wenn sie dich einschätzen…und dann noch auf ihrem glauben bestehen

der moment wo du sie begeisterst oder erschreckst,weil du plötzlich seiten offenbarst an dir,von denen sie nichts gewusst hatten
wie du plötzlich zu einem anderen wesen für sie wirst,wenn sie dich lieben
das sie nicht begreifen,das sie tun können was sie wollen,es aber nichts an den tatsachen ändert

Der Schrecken

Schaurig und trübsinnig gleitet es meine Seele hinab,
denn ein Schrecken legt seine eisige Hand auf meine Schulter
und blickt mir tief in die Augen, spricht undeutlich,
spricht von Wirrungen, spricht von Untaten, von Ignoranz.
Ich nicke dem Schrecken arrogant zu und löse mich vor seinen Augen auf;
Rinne ihm durch seine kalten Finger und verschwinde in der Erde.
Dieser Schrecken wird sein Ende ohne mich finden müssen…

Sonnenuhr

Manche leiden jahrelang
bis Hoffnung ihnen offensteht
Einigen ist Wochen bang
bis dieses Elend dann vergeht

Wenn Glück auch schwebt in weiter ferne
hoff ich weiter und ich lerne
zu leben wie die Sonnenuhr:
Zu zähl‘n die heit‘ren Stunden nur

Tage

Trüb, vergang‘ne Tage, sinkend
Schauernd, zischend, trostlos hoffend
Sehend Augen funkelnd, lächelnd
Spüren Liebe, Sehnsucht schwinden

Tragen Freude, ferne Tiefen
Blicke senken, Augen schließen
Wohlsein schließen, Sehnsucht starten
Winken, Abschied, hoffend warten

Am guten Ende

Wenn man sich selbst verliert,dann vielleicht um Platz für Freunde zu schaffen.

Wenn man trostlos ist, dann vielleicht, weil man keinen Trost benötigt und glücklich ist.

Wenn man am Boden ist, dann vielleicht um jemandem hoch zu helfen.

Und wenn man am Ende ist, dann vielleicht, weil man sein Ziel erreicht hat und sich alle Träume erfüllt haben.

Liebesende

In der Schule lernten wir uns kennen.
Ich wollte deinen Namen nennen.
Doch du beachteste mich nicht,
ich dachte immer nur an dich .

Auf meiner Party warst du der Erste.
Das was für mich schon das Schwerste
Wir redeten zusammen,
aber immer nur in Flammen.

Bis die anderen kamen,
wusstest du noch nicht Bescheid,
aber ich wollte es dir sagen,
aber ich brauchte einfach Zeit.

Später, erzählte ich es dir
und fragte: und was ist mit dir?
Ich sagte : Ich liebe dich
und fragte: Liebst du auch mich ?
Du sagtest : ja.
Seitdem waren wir ein Paar,
doch nach 3 Wochen war mein Kopf nicht mehr klar.

Jeden Abend schlief ich mit Tränen ein,
denn es fiel mir so schwer.
Du warst immer mein.
Doch jetzt hatte ich keine Gefühle mehr.

Ich musste es dir sagen
Würdest du es ertragen?
Aber ich konnte nichts dagegen machen.
Würden wir jemals wieder lachen?

Ich traf mich mit dir,
doch ich bekam fast keinen Ton aus mir,
aber dann sagte ich es dir.
Wir können nicht länger zusammen bleiben,
einfach nichts, keine Briefe, keine SMS mehr schreiben.

Es tut mir Leid……..

Der unsichtbare Käfig

Wir kennen ihren Vornamen. Sie hieß Ellie. Nur ganz weniges wissen wir über das Leben, das sie vor dem nachfolgend berichteten Schicksal geführt hatte. Sie war eine der jungen Frauen, die eine berufliche Laufbahn vor sich hatten, mit der sie vielleicht geglänzt hätte. Angesichts ihrer charakterlichen Qualitäten und zahlreichen Fähigkeiten hätte sie, was wir vermuten dürfen, ein zufriedenstellendes bürgerliches Leben geführt.
Allerlei Erfahrungen, die sie in bestimmten Augenblicken und Lebenssituationen hatte machen wollen, wollte sie seit März 1981 nicht mehr machen. Ihr wurde das Bedürfnis, etwas zu erfahren, vermiest. Nichts würde mehr so sein wie vorher! Eine radikale Veränderung war eingetreten: Sie war ganz allein. Ihre soziale Isolation auf Grund einer zu einer Extremsituation manipulierten relativen Normalsituation hatte das verursacht.

Nämlich sie stand unter ständiger Überwachung. Die soziale Isolation wurde künstlich verursacht. Sie konnte nichts dagegen unternehmen, jedenfalls wurde sie in dem Glauben gelassen. Außerdem meinte sie den „guten Grund“ für diese „Maßnahme“ zu kennen: „Belastungstest“. Das war aber viel zu vage – sie hatte es mit Fremden einer autoritären Organisation zu tun, welche zu ihr anonym sprachen, zu anderen, zu vielen Menschen. Zu wem sie wirklich sprachen, das wusste sie allerdings nicht, und auch nicht, welche Anweisungen oder Ratschläge Menschen erreichten. Ein Ding der Unmöglichkeit war es, sich zu beschweren. Bei wem denn auch? Alles und alle schienen ihr manipuliert zu sein.
Dieser „gute Grund“ war die Rechtfertigung für die künstliche Extremsituation, die ihr die Lebensfreude wesentlich nahm. Unmittelbare psychische und physische Einwirkungen in Form von Strahlen aus der räumlichen Distanz, führten zu extremen Belastungen.
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schlagt einen Titel vor!

ich erinnere mich an die zukunft
und versuche vergangenes
vorauszusagen

mein alter war voller mühsal
kann ich auf eine unbeschwerte
jugend hoffen

mein tod war sanft
wie wird meine geburt
verlaufen

ich warte aufs gestern
suche das morgen
und bin im heute

In diesem Moment

Ausgerechnet in diesem Moment fragen sich die meisten Menschen, wo ihre Zeit geblieben ist. Ausgerechnet im Moment der Stille. Im Moment des Schweigens. Im Moment des Besinnens. Die Menschen der Erde besinnen sich dann, wann alles fast schon zu spät ist. Die Illusion betrügt nun nicht mal mehr den Menschen. Er sieht über seine Fehler hinweg, verzeiht sich selbst. Steht da, regt sich nicht. Zittert am ganzen Leib. Er kneift die Augen zusammen und fällt zu Boden.

Weisheit

In tiefen Wolken schwebt meine strahlende Gestalt. Ich traf hier noch nie einen Grund, um ihm nachzugehen. Ich drehe mich nicht um.

Um mich herum scheinen warme Sonnenstrahlen auf die nackte Haut und ich drehe mich nicht um.
Gezeichnet von der Höhe, die in uns weilt, die uns mitteilt, dass sie uns etwas zu sagen hat, worauf wir fragen: „Was?“

Keine Antwort, keine Regung, kein Nicken, kein Kopfschütteln.

Wir werden in Unwissenheit gelassen, und diese Unwissenheit verrät uns etwas über unsere eigene Wertschätzung des Wissens. Nur wenn wir etwas herausfinden wollen, stoßen wir auf so viele Dinge, die wir nie wussten und wahrscheinlich auch bald wieder vergessen werden, doch in diesem Moment wird uns bewusst, dass wir eigentlich überhaupt nichts wissen. Diese Erkenntnis des Nicht-Wissens nennen wir Menschen ganz einfach Weisheit.

Innerlich

Du schließt deine Augen
Und merkst wie es dich nach unten zieht
Egal in welcher Lage du dich befindest
Schließe deine Augen
Lass deinen Kopf schwer werden
Und sieh in dich hinein
Erblicke dein Innerstes und zweifle an dir selbst
Begreife, dass du selbst an allem schuld bist
Aber vergibt dir alles wieder
Finde alle Fehler und vergib sie dir
Befreie dich selbst von deinen eigenen Anklagen

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